
Am 10.3.2026 wurden bei der TIWAG-Kraftwerksbaustelle in Imst-Haiming 12 elektrisch betriebene LKW offiziell in Betrieb genommen. Bei der Kraftwerksbaustelle handelt es sich aktuell um das größte Infrastrukturprojekt im Tiroler Oberland. Mit der neuen Anlage können künftig rund 250 Mio. Kilowattstunden Strom für ca. 60.000 Haushalte erzeugt werden. „Seit dem offiziellen Baustart vor sechs Monaten befinden wir uns voll auf Kurs“, freut sich TIWAG-Vorstand Alexander Speckle bei einem Lokalaugenschein mit Bundesminister Peter Hanke und Verkehrslandesrat René Zumtobel.
Erfolgreicher Testlauf
Aktuell laufen die Stollenvortriebsarbeiten für den späteren Triebwasserweg. Das herausgebrochene Material wird dabei von einer elektrisch betriebenen Lkw-Flotte ab- und weitertransportiert. „Insgesamt müssen ca. 370.000 m³ Beton und 3,5 Mio. Tonnen Ausbruchsmaterial verbracht werden“, berichtet der TIWAG-Vorstand: „Der gesamte Baustellenverkehr wird dabei vorwiegend CO²-frei abgewickelt. Das hat es in dieser Form bei einer Großbaustelle noch nicht gegeben und die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass es funktioniert.“
„Als Bundesminister ist es mir ein zentrales Anliegen, die E-Mobilität in ganz Österreich voranzutreiben. Das TIWAG-Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass es möglich ist, auch den Baustellenverkehr CO₂-neutral zu gestalten. Mit unserem Programm „eMOVE Austria” fördern wir emissionsfreie Nutzfahrzeuge. Konkret kommen hier zwölf E-Lkw zum Einsatz, die mithilfe von Bundesmitteln in Höhe von 1,6 Millionen Euro beschafft wurden. Ich gratuliere der TIWAG zu diesem mutigen Schritt und bin überzeugt, dass nun auch andere Bauprojekte ihren Verkehr auf emissionsfreie Fahrzeuge umstellen werden“, erklärt der u.a. für Infrastruktur und Verkehr zustände Bundesminister.
„Insbesondere beim Schwerverkehr ist die Skepsis gegenüber Elektromobilität oft noch groß. Dabei belegen die Zahlen klar, dass die benötigte Endenergiemenge beim Transport mit elektrisch betriebenen Lkw deutlich unter einem Diesel-Lkw liegt“, verweist Verkehrslandesrat René Zumtobel auf eine Studie zum Schwerverkehr auf der Brennerachse. „Diese Initiative der TIWAG stellt unter Beweis, dass Transporte auch einwandfrei elektrisch abgewickelt werden können. Das spart Ressourcen und schont das Klima. Die TIWAG investiert nicht nur in erneuerbare Energie, sondern setzt mit der Dekarbonisierung der Fahrzeugflotte auch ein weiteres Ausrufezeichen für den Klimaschutz.“
Insgesamt zwölf elektrisch betriebene Zugfahrzeuge sowie zwölf Kipp- und vier Betonmischauflieger wurden dafür angeschafft und sorgen für einen umweltschonenden und lärmarmen Baustellenbetrieb. Mit einer Leistung von rund 660 PS verfügen die Fahrzeuge über ausreichend Antriebsleistung, um den Materialanfall von den Baustellen zu den Bodenaushubdeponien und Aufbereitungsstandorten zu transportieren. Die Anschaffungskosten betragen rund 5,5 Mio. Euro. Bis zum Ende der Bauphase werden damit rund fünf Millionen Fahrkilometer zurückgelegt und 6.000 t CO² sowie 2,5 Mio. Liter Diesel eingespart.
Der Einsatz von elektrisch betriebenen Baufahrzeugen erfordert jedoch auch eine abgestimmte Baustellenlogistik. Insgesamt 14 Ladestationen, auf Imsterberg, Roppen und Haiming verteilt, bieten ausreichend Ladekapazität und sorgen dafür, dass Ladezeiten und Transportfahrten effizient aufeinander abgestimmt werden können. Der Strom dafür kommt aus den eigenen Kraftwerken.
Allianzvertrag als Vorbild
Der TIWAG-Vorstand informierte den Minister bei dessen Besuch auch über das Allianzmodell, das – gemeinsam mit den Firmen Swietelsky Tunnelbau GmbH, Ing. Hans Bodner Bau GesmbH & Co KG und Implenia Österreich GmbH – bei diesem Projekt angewandt wird: „Es steht die gemeinsame Verantwortung im Vordergrund. TIWAG hat dieses international erfolgreiche Vertragsmodell nach Österreich gebracht und setzt damit auch einen neuen Standard in der Abwicklung von Großprojekten“, so Alexander Speckle.
Die Fertigstellung der Kraftwerksanlage Imst-Haiming ist für 2030 geplant. TIWAG investiert rund 680 Mio. Euro. Mehr Informationen unter: Home - erneuerbare+ Energie mit Perspektiven
Quelle: TIWAG
